Verbindung von Ernährung, Innovation und Nachhaltigkeit
Mit einem finanziellen Beitrag an die Schweizer Berghilfe wurden zwei aussergewöhnliche Vorhaben unterstützt. In der Ostschweiz, auf der Alp Malschüel, oberhalb von Buchs SG, entstand ein Produktionsbetrieb für Ziegenkäse. Den Hintergrund bildete eine steigende Nachfrage nach Ziegenmilchprodukten.
Nun wurde auf der Alp Malschüel die Zahl der Milchkühe reduziert und Raum zur Sömmerung von 250 Milchgeissen geschaffen. Dazu gehören neben einem artgerechten Laufstall auch ein Melkstand, ein zusätzliches «Käse-Chessi» und Lagermöglichkeiten für den Geissenkäse. Immerhin resultiert ein Ertrag von 20’000 Litern Ziegenmilch, welche zu zwei Tonnen hochwertigem Alp-Ziegenkäse verarbeitet werden! Liebevoll und traditionell hergestellte Landwirtschaftsprodukte lassen sich im globalen Wettbewerb weniger über den Preis, als vielmehr über Qualität vermarkten. Deshalb wurde für die besten der besten Schweizer Käseprodukte die für den Markt sehr begehrte Ursprungsbezeichnung «AOC» eingeführt.
Auch der Bergkäse von der Alp Hohkien (Region Kiental, Berner Oberland) erzielte dieses Label … unter der Voraussetzung, dass einige Rahmenbedingungen der Produktion nachgebessert werden. Dazu gehörten die Umstellung von der Gas- auf die Holzfeuerung (was u.a. die Anschaffung eines neuen Chessi bedingte) sowie die räumliche Trennung von Produktions- und Wohnräumen. Die Alpschaft konnte den Grossteil der Investitionen aus eigener Kraft tätigen – die Schweizer Berghilfe leistete Unterstützung für den verbleibenden Fehlbetrag.




